22.11.12 20:00

Günther- und-Imme-Wille-Stiftung fördert Medizin-Mentorenprogramm: Mit „Arzt für Arzt (A²)“ durch’s Studium

20.11.2012 – Die Medizinische Fakultät Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf will zukünftig ihre Studierenden auf dem Weg durch Studium und Berufsanfang durch das Mentoringprogramm A² unterstützen. Start des Programms, bei dem erfahrene Ärztinnen und Ärzte angehende Mediziner bis zum Berufsanfang begleiten werden, ist der 20. November. A² ist die Kurzformel für „Arzt für Arzt“, Kerngedanke der Initiative. Das Mentoringprogramm wird auch maßgeblich durch die private Dr. Günther-und-Imme-Wille Stiftung finanziell mitgetragen. Die Stiftung, repräsentiert bei der feierlichen Programmeröffnung im Maxhaus in Düsseldorf durch den Stifter Dr. Günther Wille selbst, hat sich die Nachwuchsförderung in der Medizin seit langem erfolgreich auf ihre Fahnen geschrieben.

„Besonders bei A2 ist, das es für die komplette Studiendauer angelegt ist, die meisten Programme betreuen die Studierenden nur für die Dauer von ein oder zwei Jahren.“ sagt Prof. Dr. Joachim Windolf, Dekan der Fakultät, „Wir möchten mehr bieten. Das Mentoringprogramm geht Hand in Hand mit der Curriculumsreform des Medizinstudiums in Düsseldorf.“ Denn, der Weg zum ‚Arzt-Sein’ gilt als eine besondere Herausforderung. Ein Mentor bei A² ist ständiger Ansprechpartner für eine Gruppe Studierender, eine ‚Peer Group’. Die angehenden Ärzte beschäftigen sich nicht nur mit unmittelbaren Fragen zum Studium, sondern insbesondere mit ihrer ganz persönlichen Entwicklung zum Arzt: Wie bin ich als Studierender? Wie bin ich als angehende Medizinerin bzw. Mediziner? Wie bin ich im Team und wie privat? Und wie will ich als Arzt sein, wie als Führungskraft und wie in der Familie? „Das steht im Einklang mit der Vision der Fakultät über Ziele des Medizinstudiums an der HHU“, so Windolf.

Besonders die Einstellung zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie mit oder trotz des Arztberufs ist bei heutigen Studierenden der „Generation Y“ (geboren ab 1980) einem Wandel unterlegen, resümiert Ritz-Timme, selbst erfahren in der Mehrfachrolle als Rechtsmedizinerin, Professorin und Mutter: „Diese Generation legt viel mehr Wert auf eine ausgeglichene Work-Life-Balance. Gleichzeitig führt aber die Ökonomisierung des Gesundheitswesens oft zu sehr fordernden Arbeitsbedingungen für Ärztinnen und Ärzte“, sagt die Studiendekanin, „aber nur ein Arzt, der selbst ein erfülltes Leben lebt, kann ein guter Arzt sein. Hier setzt A² an.“

Nicht nur die Studierenden, die Mentees, profitieren von dem Programm. Für Mentoren werden eigene Seminare angeboten, die ihre Kompetenzen beim Coaching ihrer „Schützlinge“ schulen. Außerdem bleiben sie in engem Kontakt mit der akademischen Ausbildungswelt und vernetzen sich mit künftigen Kollegen. „Eine Win-Win-Situation für alle“, so der Rektor der Universität, Prof. Dr. Dr. H. Michael Piper, in seinem Grußwort zum Programmstart.

Kontakt:
Susan Schahabi M.A., Tel.: 0211 81-03151
und Monika Demming-Pälmer M.A., Tel.:0211 81-10462.

Projektleitung: Prof. Dr. Stefanie Ritz-Timme, Studiendekanin
und Prof. Dr. Matthias Schneider, stellv. Studiendekan

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